Die Luzerner Schreiner nehmen sich Zeit für Innovationen

Im Rahmen des Projektes Holzcluster setzten sich die Luzerner Schreiner und ihre Zulieferer an einem Nachmittag Mitte Oktober mit dem Thema Innovation auseinander und generierten Ideen, um die Schreinerbranche langfristig zu stärken.

 

Zu Gast waren die Luzerner Schreiner bei der SIGA AG in Ruswil in einem inspirierenden Umfeld, wo der Begriff Innovation seit Jahren gelebt wird, wie Stefan Schaab, Head of Product-Management ausführte. Um auf den internationalen Märkten mithalten zu können, komme man an den neuen Technologien, die bestehende Technologien komplett ablösen würden, nicht vorbei. Das mobile Internet, bei dem immer mehr Menschen schnell zu viel Wissen gelangen, oder die künstliche Intelligenz sind nur zwei Herausforderungen, denen sich ein erfolgreiches Unternehmen zu stellen hat.

Regelmässiger Innovations-Zirkel

In zwei Workshops unter Leitung des ITZ, InnovationsTransfer Zentralschweiz, suchten die Schreiner nach Innovationen für ihre eigene Branche. Welche Produkt- und Serviceinnovationen führen zu einem Nachfrage-Sog nach Schweizer Holz? Und welche Ideen zu einer optimierten Wertschöpfungskette und zu einem effizienten Produktionsprozess? Aus vielen Ideen und Massnahmen, welche die Gruppen priorisierten und gewichteten, resultierte die Erkenntnis, dass ein regelmässiger Innovations-Zirkel durchaus wünschenswert ist, so dass ein solcher Austausch in Zukunft institutionalisiert wird. Auch die Idee einer gemeinsamen Ausstellungsplattform, ob analog oder digital, wird weiterverfolgt. Dass sich die Schreiner den oben genannten Herausforderungen nicht verschliessen, zeigen auch ihre Bestrebungen, die Auswirkungen neuer Kundensegmente zu prüfen und sich mit der Digitalisierung und der Industrie 4.0 eingehend zu beschäftigen.

Zeit und Raum für Veränderungen

Mit viel Innovationen und Visionen beschäftigt sich Heiko Thömen, Leiter Studiengang Master Wood Technology der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau, wie er in seinem Referat zum Ausdruck brachte. Sein Fachbereich Holz hat nicht nur holzbasierte Federn entwickelt, sondern auch eine ultraleichte Spanplatte, die für den online-basierten Möbelhandel und für Mitnahmemärkte vom Gewicht her natürlich immense Vorteile aufweist. Die BFH ist zudem daran, energieautarke Schränke zu entwickeln, die sich durch den täglichen Betrieb selber mit Strom versorgen, und beschäftigt sich mit der Virtual und Augmented Reality im Möbel- und Innenausbau, wo der Kunde seine neue Küche durch die Brille anschauen, die Oberflächen seiner virtuellen Küche ändern oder die Objekte verschieben kann.

Bei der SIGA sind die Virtual Reality und diese Brille beim Handwerker auf der Baustelle bereits angekommen. Diese Entwicklung geschah natürlich auch nicht von heute auf morgen und so waren sich die Anwesenden einig: Es braucht Zeit und Raum für Veränderungen, und dies wollen sich die Schreiner für innovative Ideen in Zukunft regelmässig zugestehen.

Innovationsworkshop Holzcluster

Melanie Brunner

Kontakt

Melanie Brunner-Müller
lic.rer.publ. HSG
Geschäftsführerin
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Alex Arnet-Muri

Alex Arnet-Muri
Dipl. Forsting. ETH, NDS FH Wirtschaftsing.
Projektleiter Holzcluster Luzern
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Herkunftszeichen Schweizer Holz