Die Holzschnitzelfeuerung

Im Gegensatz zur Stückholzfeuerung wird das zu verbrennende Holz vor der Nutzung zuerst zu Holzschnitzeln verkleinert. Damit können auch minderwertige Qualitäten, Restholz und Sägereiabfälle als Energieträger genutzt werden. Beim Kauf der Schnitzel ist auf eine gute Qualität zu achten, der Wassergehalt der Schnitzel und die Mischung der Sorten (Fichte, Tanne, Hartholz, Schlagabraum) haben einen grossen Einfluss auf einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage.

Die kleinsten Holzschnitzelfeuerungen weisen eine bis auf 5 kW regelbare Kesselleistung auf und eignen sich für Einfamilienhäuser. Vorausgesetzt, die Anlage wird mit einem Pufferspeicher kombiniert. Eine Schnitzelfeuerungs-anlage besteht aus folgenden Teilen: Brennstoffsilo mit Einfüll- und Austra-geeinrichtung, Förderanlage zum Transport der Schnitzel vom Silo zum Heizkessel und dem Heizkessel mit Pufferspeicher. Der Schnitzelraum sollte an den Heizraum angrenzen und so bemessen sein, dass während der Heizperiode höchstens zweimal Schnitzel zugeliefert werden müssen.

Moderne Schnitzelfeuerungen sind mit komplexen Regel- und Steuermechanismen ausgerüstet, damit die Wärmeabgabe nach Bedarf reguliert und gleichzeitig die Abbrandtemperatur (Feuerraumtemperatur, Restsauerstoffmessung) optimale Werte erreichen kann. Letztere ist für eine schadstoffarme Verbrennung des Holzes von zentraler Bedeutung. Mit Holzschnitzeln betriebene Grossfeuerungen werden bevorzugt im Wärmeverbund eingesetzt. Inzwischen sind in der Schweiz bereits ein stattliche Anzahl solcher Anlagen in Betrieb.

Beispiele von Holzschnitzelfeuerungen

Holzdampfzentrale Emmi, Emmen Betagtenzentrum Eichhof, LuzernWärmezentrale Kotten, Sursee

 

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Holzschnitzelfeuerung

Melanie Brunner

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Melanie Brunner-Müller
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Alex Arnet-Muri

Alex Arnet-Muri
Dipl. Forsting. ETH, NDS FH Wirtschaftsing.
Projektleiter Holzcluster Luzern
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Herkunftszeichen Schweizer Holz