Die Stückholzfeuerung

Was eine Stückholzfeuerung ist, ist schnell erklärt. Jeder Ofen, in dem ganze Holzscheiter verbrannt werden, gehört zur Kategorie Stückholzfeuerung. In Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern heute verbreitet anzutreffen, ist der Cheminée- oder Schwedenofen. Er hat die offene Feuerstelle, das Cheminée, etwas in den Hintergrund gedrängt. Mit einem Wirkungsgrad von nur 10 bis 20% sind Cheminées heiztechnisch wenig effizient, ihr Plus ist allein die Faszination des offenen Feuers.

Dank verbesserter Verbrennung erzielen dagegen Cheminéeöfen einen Wirkungsgrad von 50 bis 60%, bei speziellen Ausführungen gar bis zu 80%. Kachelöfen erzielen ungefähr den gleichen Wirkungsgrad, geben ihre Strahlungswärme jedoch zeitverzögert ab. Dank ihres grossen Volumens liegt der Wirkungsgrad bei Kachelöfen um etwa 15% höher als bei Cheminéeöfen. Alle diese Heizungs-Typen befinden sich in der Regel im Wohnraum, die Beschickung und Entaschung erfolgt von Hand.

Seit gut 20 Jahren sind Stückholzheizkessel auf dem Markt, bei denen der Abbrand unter Zufuhr von Luft (Verbrennungsluftgebläse, Saugzuggebläse) erfolgt und die ihre Wärme an ein Zentralheizungssystem abgeben. Sie werden in einem separaten Heizungsraum installiert. Bei Stückholzheizkesseln moderner Bauart können Wirkungsgrade bis 90% erzeugt werden. Die Verbrennung erfolgt jedoch immer chargen-weise, das heisst, der Heizkessel erzeugt pro Abbrand mehr Energie, als tatsächlich verbraucht wird. Die überschüssige Energie wird in einen Speicher abgegeben. Die Beschickung erfolgt auch hier von Hand.

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Stückholzfeuerung

Melanie Brunner

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Melanie Brunner-Müller
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Alex Arnet-Muri

Alex Arnet-Muri
Dipl. Forsting. ETH, NDS FH Wirtschaftsing.
Projektleiter Holzcluster Luzern
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